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Seminar-Vorschau „Die biblische Lehre der Heiligung“

Denn die Gnade Gottes ist erschienen … und unterweist uns … gottselig zu leben

Uwe Seidel

Die 95 Reformationsthesen Luthers wurden durch die üble Lehre und Praxis der römisch-katholische Kirche provoziert. Schon in These 1 formuliert er daher unter Verweis auf Matthäus 4:17, dass Gott gewollt habe, „dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll“. Wie aber gelingt dem ein für alle Mal Gerechtfertigten solch ein gottseliges Leben echter Umkehr? Wie ist es möglich, dass ein an Jesus Christus Glaubender praktisch lernt, „besonnen und gerecht und gottselig [zu] leben“ (Titus 2:12)?

Auf diese Frage rechter Glaubenspraxis wurden und werden leider falsche Antworten gegeben und damit die Glaubenden irregeleitet. Anhand von Titus 2:11-15 und Philipper 2:12-13 soll daher die biblische Lehre der Heiligung umrissen werden, um Irrwege zu erkennen, zu vermeiden und echtes Wachstum zu fördern.

Biblische Heiligung – eine Problemanzeige

„Beständige Reformation“…

Die Römisch-katholische Kirche hatte es zur Reformationszeit in besonderer Perfektion verstanden, aus der Sündennot, Höllenangst und dem Heilsverlangen von Menschen ein goldglitzerndes Geschäft zu machen. Das Evangelium war nicht mehr umsonst, man konnte und musste nun alles kaufen: kirchliche Ämter (und Pfründe), Gottesdienste, Gebete, Ablassbriefe, Erlösung aus dem Fegefeuer, letztlich: den Himmel. Diese Perversion des Evangeliums konnte gedeihen, weil sie auf pseudo-kanonischen Texten, der überbordenden Lehrtradition der Kirche und vor allem einem schriftwidrigen Verständnis von Buße, Gnade, Rechtfertigung, Guten Werken, Heil und Heiligung (u. a.) aufgebaut wurde. Daher war das intensive Studium der Heiligen Schrift selbst Anstoß und Maßstab zugleich, diese eklatanten Mängel nach Lehre und Praxis zu erkennen, zu beurteilen und zur Korrektur („Re-Formation“) aufzurufen.

Solche Reformation war nicht nur vor 500 Jahren nötig. Mit Blick auf den Maßstab des Wortes Gottes bedarf die Gemeinde Jesu Christi diesseits der Herrlichkeit beständig der Korrektur und Umkehr: ecclesia semper reformanda est (lat. „Die Kirche/Gemeinde ist beständig zu reformieren.“).

Leider ist das nicht umfassend Realität, weder damals noch heute.

 

Uwe Seidel wird auf der Reformationskonferenz in Wittenberg, vom 17.05 bis zum 21.05, mit ein Seminar zu diesem Thema halten.

Mehr dazu auf reformationskonferenz.de.

 

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